BARF steht für „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“ (aus dem Englischen „bones and raw food“) und beschreibt eine Form der Tierernährung, bei der meist Hunde oder Katzen mit rohen, natürlichen Zutaten gefüttert werden. Ziel ist es, die Ernährung möglichst nah an der ursprünglichen Futteraufnahme in der freien Wildbahn auszurichten, ganz ohne künstliche Zusatzstoffe, Konservierungsmittel oder industrielle Verarbeitung.
Was macht BARF aus?
BARF bildet die natürliche Beute nach – Fleisch, Innereien, Knochen und pflanzliche Reste. Die Idee geht zurück auf das Fressverhalten von wild lebenden Fleischfressern. Hunde stammen vom Wolf ab, Katzen von der afrikanischen Wildkatze. Beide Tiere fressen in freier Wildbahn vor allem Beutetiere. Diese Beute besteht nicht nur aus Muskelfleisch, sondern auch aus Innereien, Knochen, Blut, Fell, Mageninhalt und Pflanzenresten. Genau dieses Prinzip liegt der BARF-Methode zugrunde: Eine möglichst naturgetreue, rohstoffbasierte Fütterung, die sich an der evolutionären Entwicklung orientiert.
Was bringt BARF? Die Vorteile im Überblick
Neben der vollen Kontrolle über jede Zutat ist der größte Vorteil von BARF die positive Auswirkung auf die Gesundheit: Viele Halter berichten uns schon nach wenigen Wochen von glänzendem Fell, stabiler Verdauung, saubereren Zähnen und mehr Vitalität. Durch die natürliche Zusammensetzung der Rationen und den Verzicht auf künstliche Zusätze wird der Organismus entlastet und kann optimal funktionieren. Zu den häufigsten gesundheitlichen Verbesserungen zählen:
- Gesunde Haut und glänzendes Fell: Die Versorgung mit hochwertigen tierischen Fetten, Omega-3-Fettsäuren und natürlichen Vitaminen stärkt Haut und Fellstruktur spürbar. Schuppen, Juckreiz oder stumpfes Fell verschwinden oft schon nach kurzer Zeit.
- Stabile Verdauung: BARF-Rationen enthalten keine unnötigen Füllstoffe wie Getreide oder Soja – dadurch wird die Verdauung entlastet, der Kot wird fester und weniger geruchsintensiv.
- Starke Zähne und frischer Atem: Das Kauen von rohen Knochen und Sehnen wirkt wie eine natürliche Zahnbürste – Zahnsteinbildung wird reduziert, das Zahnfleisch bleibt gesund.
- Gestärktes Immunsystem: Natürliche Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe aus frischen Zutaten unterstützen die körpereigene Abwehrkraft.
- Bessere Figur und mehr Energie: Durch die individuell anpassbare Futterzusammenstellung kann Über- oder Untergewicht effektiv vermieden werden – besonders wichtig bei Senioren, Sporthunden oder Tieren mit Erkrankungen.
Wie lebensverändernd diese Umstellung sein kann, zeigt die Geschichte des fünfjährigen Berner Sennenhundes Simba: Drei Jahre lang kämpfte er mit wiederkehrendem Durchfall und juckenden, nässenden Hotspots. Jedes neue Trockenfutter half immer nur kurz, bis spätestens nach sechs Wochen der nächste Schub kam. Gemeinsam mit seiner Halterin stellten wir auf BARF um: Wir ließen eine Mahlzeit aus, um den Verdauungstrakt vollständig zu leeren. Dann startete Simba eine Ausschlussdiät mit Feldhase und Pastinake. Nach drei Wochen ergänzten wir Hanföl, nach fünf Wochen Eierschalenmehl und schließlich Känguru und Ente, um auch Innereien und Knochen natürlich abzudecken. Das Ergebnis spricht für sich: Heute hat Simba eine gesunde Haut, eine stabile Verdauung und ist endlich schmerzfrei – ein rundum ausgeglichener Hund und eine überglückliche Halterin.
BARF vs. Fertigfutter: Warum überhaupt roh füttern?
Im Vergleich zu industriell hergestelltem Trocken- oder Nassfutter punktet BARF durch seine Natürlichkeit und Transparenz:
- Rohfütterung basiert auf frischen Zutaten, die individuell zusammengestellt werden können – z. B. Muskelfleisch, Innereien, Knochen, Gemüse, Obst, Öle und Kräuter.
- Keine versteckten Inhaltsstoffe: BARF-Anwender wissen genau, was im Napf ihres Tieres landet.
- Keine künstlichen Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel oder synthetische Vitamine.
- Individuelle Anpassung möglich – je nach Alter, Aktivitätslevel oder Gesundheitszustand des Tieres.
Während industrielles Futter oft auf Haltbarkeit, günstige Herstellungskosten und Massenproduktion ausgerichtet ist, orientiert sich BARF am natürlichen Fressverhalten von Fleischfressern. Diese Orientierung an der Biologie des Tieres ist ein zentraler Vorteil für viele Halter, die Wert auf Tiergesundheit und angemessene Haltung legen.
Was sind Risiken? Sicherheit beim Barfen
Keine Sorge: Barfen ist sicher, solange man ein paar Punkte beachtet. Mit diesen vier Tipps können Sie Risiken vermeiden:
Rohes Fleisch richtig lagern: So bleibt alles frisch
Damit BARF-Zutaten ihre Qualität behalten und keine Keime entstehen, sollten Sie folgende Lagerregeln beachten:
- Tiefkühlen ist Pflicht: Frisches Fleisch sollte sofort bei –18 °C eingefroren werden. Viele BARF-Produkte sind bereits schockgefrostet und können direkt in den Tiefkühler.
- Portioniert einfrieren: Praktisch sind 250g- oder 500g-Packungen, die man bei Bedarf einzeln entnehmen kann – so wird nichts verschwendet.
- Gut verpacken: Dichte Verpackungen vermeiden Gefrierbrand und Geruchsübertragung. Vakuumverpackte Produkte sind ideal.
- Schonend auftauen: BARF-Produkte am besten im Kühlschrank über Nacht oder vakuumverpackt im kalten Wasser auftauen lassen. Niemals in der Sonne oder in der Mikrowelle!
- Kein warmes Wasserbad: Auftauen im warmen Wasser begünstigt Keimvermehrung – besser langsam im Kühlschrank.
- Frisch zubereiten: Aufgetaute Rationen sollten innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden. Was übrig bleibt, sofort abgedeckt in den Kühlschrank geben.
Hygiene beim Umgang mit Rohfutter: Sauberkeit schützt Tier & Mensch
Rohes Fleisch ist ein Naturprodukt – mit allem, was dazugehört. Damit keine Krankheiten übertragen werden, gelten ähnliche Hygieneanforderungen wie in jeder Fleischküche:
- Hände waschen: vor und nach dem Kontakt mit Fleisch oder Tiernapf.
- Arbeitsflächen und Utensilien reinigen: nach jeder Zubereitung gründlich säubern.
- Separate Schneidebretter und Messer verwenden: möglichst nicht mit Küchenutensilien für Menschen vermischen.
- Fressnapf täglich spülen: am besten heiß und mit Spülmittel.
Tipp: Gerade bei Haushalten mit kleinen Kindern oder immungeschwächten Personen ist besondere Sorgfalt geboten – BARFen ist auch hier sicher, solange Hygiene konsequent umgesetzt wird.
Richtige Nährstoff-Versorgung im Futterplan
So wie ein Mensch nicht jeden Tag nur Weißbrot essen sollte, sollte ein Hund nicht nur Muskelfleisch bekommen. Durch eine zu einseitige Ernährung entstehen Mängel – etwa beim Calcium-Phosphor-Verhältnis, bei Jod oder den fettlöslichen Vitaminen. Umgekehrt schadet auch eine Überversorgung, zum Beispiel durch zu viel Leber. Die Lösung: Abwechslungsreich und mit Plan füttern statt nach Gefühl – unser BARF-Rechner und die kostenlose Futterberatung helfen, die Ration richtig zusammenzustellen.
Knochen richtig füttern
Gekochte Knochen splittern und sind tabu. Rohe, fleischige Knochen dagegen sind ein wertvoller Calcium-Lieferant – vorausgesetzt, sie sind passend ausgewählt, richtig groß und werden nur unter Aufsicht gefüttert. Langsam anfüttern und die Verträglichkeit beobachten.
Was brauchen Hund und Katze wirklich?
BARF basiert nicht nur auf einem natürlichen Ansatz, sondern auch auf klaren ernährungsphysiologischen Prinzipien. Um Hunde und Katzen ausgewogen zu versorgen, müssen alle essenziellen Nährstoffe in der richtigen Menge und im passenden Verhältnis enthalten sein.
Proteine (Eiweiße)
Sie bilden die Grundlage jeder BARF-Ration. Hochwertige tierische Proteine aus Muskelfleisch, Innereien und Fisch liefern essentielle Aminosäuren, die für den Zellaufbau, die Muskulatur, das Immunsystem und die Hormonbildung notwendig sind.
Fette
Fette sind die wichtigste Energiequelle für Hunde und Katzen – insbesondere tierische Fette liefern wertvolle Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Sie fördern Haut- und Fellgesundheit, unterstützen die Zellmembranen und dienen als Träger fettlöslicher Vitamine.
Kohlenhydrate
In der Natur spielen Kohlenhydrate für Fleischfresser nur eine untergeordnete Rolle. Im BARF-Konzept werden sie meist in Form von Gemüse, Obst oder Kräutern angeboten – als Ballaststoffe, Vitaminquellen und Verdauungshilfe.
Vitamine & Mineralstoffe
Unverzichtbar für den Stoffwechsel. Sie werden über eine gezielte Auswahl an Zutaten (z. B. Leber, Knochen, Eigelb, Seealgen, Eierschalenpulver) abgedeckt. Auch eine natürliche Calcium-Phosphor-Balance ist essenziell – vor allem bei der Fütterung von Welpen oder Senioren.
Wasser
Frisches Trinkwasser muss immer zur Verfügung stehen – besonders bei proteinreicher Ernährung. Rohes Futter enthält bereits einen hohen Feuchtigkeitsanteil, was die Nierenfunktion entlastet und zur Hydration beiträgt.
„Nach über 20 Jahren Beratung sehen wir immer wieder: Der Anteil an Innereien wird unterschätzt. Ohne Leber, Niere und andere Innereien fehlen genau die Nährstoffe, die ein Beutetier ausmachen – Muskelfleisch allein reicht eben nicht.“ – Jürgen Hitzegrad
Schritt-für-Schritt-Anleitung für Einsteiger – So gelingt der Einstieg ins BARFen
Der Umstieg auf BARF wirft gerade für Neulinge viele Fragen auf. Doch keine Sorge: Mit der richtigen Vorbereitung und einem strukturierten Einstieg gelingt der Wechsel ganz unkompliziert – und zahlt sich langfristig für die Gesundheit des Tieres aus.
1. Die Umstellung planen: Vorbereitung ist alles
Bevor mit der Fütterung begonnen wird, ist es wichtig, sich einen umfassenden Überblick zu verschaffen:
- Das Tier kennen: Alter, Gewicht, Aktivitätslevel, gesundheitliche Besonderheiten – all das beeinflusst die optimale Futterzusammensetzung.
- Ziel definieren: Geht es um die generelle Futterumstellung, eine Diät, Allergie-Management oder Unterstützung bei einer Erkrankung?
- Informiert entscheiden: Eine solide Wissensbasis ist entscheidend. Fachliteratur, fundierte Quellen und praxiserprobte Ratgeber helfen dabei, realistische und gesunde Futterpläne zu erstellen.
Tipp: Der kostenlose BARF-Rechner auf unserer Website liefert schnell einen Richtwert für die Tagesration.
2. Die Umstellung auf BARF: Sanft und strukturiert
Es gibt zwei gängige Methoden:
- Schrittweise Umstellung: Hier wird das bisherige Futter über 7–14 Tage nach und nach durch Rohfutter ersetzt. Diese Methode eignet sich besonders für sensible Tiere.
- Sofortige Umstellung (Cold Turkey): Für gesunde, junge Hunde oder Katzen kann auch eine direkte Umstellung auf BARF funktionieren – ohne Mischfütterung, da diese die Verdauung irritieren kann.
Startempfehlung für Hunde: 2–3 Tage nur Muskelfleisch und Pansen, danach langsam weitere Bestandteile (Innereien, Knochen, Gemüse) ergänzen.
Startempfehlung für Katzen: Sehr feines Schneiden oder Pürieren, ggf. kurz anwärmen – viele Katzen akzeptieren rohes Fleisch nicht sofort.
3. BARF-Planung und Einkauf: Was gehört in eine ausgewogene Ration?
Was genau in den Napf soll, unterscheidet sich bei Hunden und Katzen deutlich. Ein vollständiger BARF-Plan besteht bei Hunden typischerweise aus:
- ca. 70–80 % tierischer Anteil: Muskelfleisch, Innereien (Leber, Niere, Milz), rohe fleischige Knochen (z. B. Hühnerhälse), Fisch.
- ca. 20–30 % pflanzlicher Anteil: püriertes Gemüse (z. B. Karotten, Zucchini), etwas Obst (z. B. Apfel, Beeren), Kräuter.
Für Katzen gilt: weniger pflanzlicher Anteil (max. 5–10 %), dafür höherer Fleisch- und Fettanteil – angepasst an den reinen Fleischfresser.
Wichtige Ergänzungen:
- Seealgenmehl (Jodversorgung)
- Eierschalenmehl oder Knochenmehl (Calcium)
- Hochwertige Öle (Lachsöl, Hanföl)
- Optional: Bierhefe, Hagebuttenpulver, Grünlippmuschel, etc.
Für die genauere Zusammensetzung haben wir eigene Ratgeber erstellt:
Wer sich nicht im Detail mit der Zusammensetzung auseinandersetzen will, findet bei Hitzegrad© - Ihr BARF-Experte auch portionierte Fertigbarf-Menüs, die alles Wichtige enthalten.
4. Barfen mit System: Rationstagebuch & Kontrolle
Gerade in der Anfangszeit ist es hilfreich, ein Fütterungstagebuch zu führen:
- Welche Zutaten wurden gefüttert?
- Wie war der Output (Kotkonsistenz, Menge, Häufigkeit)?
- Gab es Reaktionen (Unverträglichkeiten, Erbrechen, Durchfall)?
So lassen sich Unverträglichkeiten schnell erkennen und Pläne gezielt anpassen.
Woher kommt der Begriff „BARF“?
Die Abkürzung „BARF“ steht heute im Deutschen für „biologisch artgerechtes rohes Futter“ – entstanden ist der Begriff aber im Englischen.
Das Akronym BARF wurde zum ersten Mal von der Kanadierin Debbie Tripp benutzt. Ob die Abkürzung BARF nun für „Born Again Raw Feeders“ oder „Bones And Raw Foods“ steht, ist umstritten, aber der Gedanke dahinter derselbe: Zum einen, das Futter für das Barfen selbst zu benennen und zum anderen, um die Hundehalter zu bezeichnen, die ihre Hunde mit rohem Fleisch ernähren. Die bei uns gebräuchliche Übersetzung „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter" geht auf Swanie Simon zurück, die das Barfen im deutschsprachigen Raum maßgeblich bekannt gemacht hat.
Doch eigentlich stammt die Basis, auf der das Barfen aufgebaut ist, von einem australischen Tierarzt namens Dr. Ian Billinghurst, der begann, den Zusammenhang zwischen Fertigfutter und Hundekrankheiten tiefgehend zu erforschen. In seinem ersten Buch „Give Your Dog A Bone“ veröffentlichte er 1993 seine Fütterungsmethode und die Erkenntnisse dazu. Daraus entwickelte sich eine Bewegung, die bis heute immer mehr Anhänger findet.
„Als wir 2004 angefangen haben, waren wir einer der ersten BARF-Shops in Deutschland. Heute ist BARF viel verbreiteter, denn die Vorteile der Fütterung haben sich herumgesprochen.“ – Jürgen Hitzegrad
Häufige Mythen rund um BARF – Fakten statt Futterlegenden
Obwohl BARF seit Jahren immer populärer wird, halten sich viele Vorurteile hartnäckig. Einige davon entstehen durch Unsicherheit, andere durch Fehlinformationen – besonders im Internet oder bei nicht spezialisierten Tierärzten. Zeit für einen Faktencheck.
Mythos 1: „Rohes Fleisch macht Hunde aggressiv.“
❌ Falsch.
Es gibt keinerlei wissenschaftlichen Beleg dafür, dass rohes Fleisch aggressives Verhalten fördert. Dieses Gerücht stammt vermutlich aus der Angst heraus, dass Tiere beim „Blut lecken“ ihr Jagdverhalten verstärken. Tatsächlich beeinflusst eine ausgewogene Ernährung eher das Gegenteil: Viele Hunde und Katzen werden durch BARF ausgeglichener und ruhiger, da ihr Nährstoffhaushalt im Gleichgewicht ist.
Mythos 2: „BARF führt zu Mangelerscheinungen.“
Teilweise richtig – wenn falsch umgesetzt.
Wie jede Fütterungsform kann auch BARF zu Mängeln führen – wenn wichtige Komponenten weggelassen oder falsch dosiert werden. Wer jedoch mit einem sinnvollen Plan, kompetenter Beratung und passenden Ergänzungen arbeitet, kann BARF vollwertig und bedarfsgerecht gestalten. Unsere Futterberatung und unser BARF-Rechner helfen dabei, Fehler zu vermeiden.
Mythos 3: „BARF ist kompliziert und teuer.“
❌ Nicht zwingend.
BARF ist planbar, kalkulierbar und individuell anpassbar. Mit etwas Grundwissen, cleverem Einkauf und den richtigen Produkten (z. B. Mixpakete oder Menüs) kann Barfen einfach, alltagstauglich und auch kostengünstig sein – oft sogar günstiger als Premium-Fertigfutter.
→ Mehr im Faktencheck: Ist BARF gefährlich? 8 Mythen rund um BARF.
Was sagt die Wissenschaft zum Barfen?
In den letzten Jahren hat das Interesse an Rohfütterung auch die Wissenschaft erreicht. Einige Erkenntnisse aus Studien und Fachartikeln:
- Verbesserte Zahngesundheit: Studien zeigen, dass die Fütterung mit rohen fleischigen Knochen zu weniger Zahnbelag und Zahnsteinbildung führt – ein Vorteil gegenüber weichem Nassfutter oder kohlenhydratreichen Trockenfuttern.
- Geringeres Risiko für Futtermittelallergien: Da BARF keine künstlichen Zusatzstoffe oder Getreide enthält, berichten viele Tierärzte und Tierheilpraktiker von einer geringeren Rate an Unverträglichkeiten bei barfgefütterten Tieren.
- Mikrobiom & Darmgesundheit: Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass sich eine natürliche, rohbasierte Ernährung positiv auf die Zusammensetzung der Darmflora auswirken kann – was wiederum das Immunsystem stärkt.
- Langfristige Gesundheitseffekte: Obwohl noch Langzeitstudien fehlen, berichten zahlreiche Tierhalter, Züchter und Therapeuten von einer höheren Vitalität und geringerer Anfälligkeit für Erkrankungen bei barfgefütterten Tieren.
Wichtig ist: BARF muss fachgerecht durchgeführt werden. Eine ausgewogene Ernährung ist das A und O für ein Gesundes Tier. Deshalb sind Wissen, Planung und Beratung die Schlüssel zu einer gesunden BARF-Ernährung.
FAQ – die wichtigsten Fragen auf einen Blick
Was heißt BARF? „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“, abgeleitet vom englischen „Bones and Raw Food“.
Was kostet BARF? Pauschal lässt sich das nicht sagen. Die Kosten hängen von der Größe des Tieres, der Fleischsorte und der Bezugsquelle ab. Als Orientierung: BARF liegt meist auf dem Niveau von hochwertigem Nassfutter – teurer als Discounter-Trockenfutter, aber oft günstiger als Premium-Dosenfutter.
Kann man Hunde und Katzen gleich barfen? Nein. Katzen sind reine Fleischfresser und brauchen deutlich weniger pflanzliche Anteile sowie Taurin aus tierischen Quellen.
Ist BARF gefährlich? Bei guter Hygiene und ausgewogener Ration nicht. Rohes Schweinefleisch und gekochte Knochen gehören nie in den Napf.
Muss ich BARF mit dem Tierarzt abstimmen? Pflicht ist es nicht, sinnvoll aber bei Vorerkrankungen, Allergien oder besonderen Lebensphasen.
Worauf sollte ich beim Fleisch achten? Beim Barfen kommt es besonders auf die Qualität der Rohstoffe an. Bei Hitzegrad© stammen alle BARF-Produkte aus kleinen, persönlich geprüften Partnerbetrieben mit verantwortungsvoller Tierhaltung und nachvollziehbarer Herkunft.