BARF für junge Hunde / Junghunde
Junghunde (ab ca. 6 Monaten bis zum Abschluss des Wachstums) durchlaufen nach der turbulenten Welpenzeit die sogenannte Junghundephase. Sie ist geprägt von einem verlangsamten, aber weiterhin aktiven Wachstum. In dieser Zeit werden Muskulatur, Gelenke und das Immunsystem weiter aufgebaut – gleichzeitig verändert sich der Energiebedarf und das Fressverhalten kann sich wandeln.
Ernährungsumstellung in der Wachstumsphase
Die BARF-Ration sollte nun schrittweise angepasst werden: Der Gesamtbedarf an Energie und Calcium sinkt leicht, während der Bedarf an hochwertigem Eiweiß und gesunden Fetten bestehen bleibt. Gleichzeitig wird der Verdauungstrakt stabiler und verträgt zunehmend unterschiedliche Bestandteile. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um mehr Abwechslung in den Futterplan zu bringen – etwa durch verschiedene Fleischsorten, wechselnde Gemüsearten oder das Einführen kleiner Mengen Pansen.
Grundprinzipien in der Phase eines jungen Hundes
- Ration leicht reduzieren im Vergleich zur Welpenzeit – abhängig von Bewegung und Körperbau
- Knochenanteil anpassen, um Überversorgung mit Calcium zu vermeiden
- Innereien regelmäßig integrieren, aber in ausgewogenem Verhältnis
- Langsame Einführung neuer Komponenten, um Unverträglichkeiten zu erkennen
Häufige Fehler beim Barfen von Junghunden
- Ration wird zu früh „wie bei erwachsenen Hunden“ gestaltet – obwohl der Bedarf noch erhöht ist
- Calcium-Überversorgung durch zu viele Knochen oder ungeeignete Zusätze
- Fettarme Rationen – führen zu Energiemangel, schlechter Fellqualität oder Abgeschlagenheit
- Zu einseitiger Futterplan – Monotonie kann langfristig zu Nährstofflücken führen
- Keine Beobachtung der körperlichen Entwicklung – Muskelaufbau und Gewicht sollten im Blick bleiben
Tipp: Der Junghund ist in einer Phase, in der sich erste Gewohnheiten und Vorlieben entwickeln. Eine abwechslungsreiche, nährstoffreiche Fütterung fördert nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Akzeptanz unterschiedlicher Futtermittel im Erwachsenenalter.