Wir verwenden Cookies und ähnliche Funktionen auf dieser Webseite, um Inhalte und Angebote für unsere Nutzer zu personalisieren, um Social-Media-Funktionen bereitzustellen und um Besuche zur Verbesserung und Fehlerbehebung auf unserer Website zu analysieren. Dies wird Ihre Erlebnis auf dieser Webseite verbessern. Durch Klicken auf die Schaltfläche "Cookies akzeptieren" stimmen Sie der Verwendung der ausgewählten Cookies zu. Weitere Informationen über Cookies und wie Sie diese besser kontrollieren können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Impressum ansehen.

Damit BARF wirklich artgerecht und gesund ist, müssen die ernährungsphysiologischen Bedürfnisse des Hundes vollständig abgedeckt werden. BARF ist kein „einfach nur Fleisch ins Napf“-Konzept – sondern ein bewusst aufgebautes Ernährungssystem mit klarer Struktur.

Grundlegende Nährstoffe für Hunde

Ein gesunder Hund benötigt sechs essenzielle Nährstoffgruppen:

  1. Proteine (Eiweiße)
    Sie sind der wichtigste Baustoff für Muskulatur, Enzyme, Hormone und das Immunsystem.
    BARF-Quellen: Muskelfleisch, Herz, Fisch, Eier.
    Besonders beliebt: Unsere BARF Rinderherzen für Hunde liefern besonders viel Eiweiß und natürliches Taurin.
  2. Fette
    Fette liefern Energie und essenzielle Fettsäuren (z.B. Omega-3), fördern Haut, Fell und die Hormonproduktion.
    BARF-Quellen: tierisches Fett, Fischöl, Lachs, Hanföl.
    Besonders beliebt: Das kaltgepresste Lachsöl für Hunde liefert Omega-3 für Fell, Haut und Abwehrkräfte.
  3. Kohlenhydrate (in Maßen)
    Sie dienen bei Bedarf als Energiequelle und liefern Ballaststoffe – spielen aber nur eine untergeordnete Rolle, da Hunde keine Kohlenhydratverwerter wie Pflanzenfresser sind.
    BARF-Quellen: püriertes Gemüse, etwas Obst, z.B. Karotten, Apfel, Zucchini.
    Gut verträglich: Die Süßkartoffel für Hunde stammt vom kleinen Familienbetrieb, schonend gegart und ideal bei Ausschlussdiäten.
  4. Wasser
    Wichtigster Bestandteil jeder Ernährung. Rohfutter enthält bereits einen hohen Feuchtigkeitsgehalt, der die Nieren entlastet.
    Tipp: Trotzdem immer frisches Trinkwasser bereitstellen.
  5. Mineralstoffe & Spurenelemente
    Für Knochenbau, Blutbildung, Nerven- und Muskelfunktionen.
    BARF-Quellen: Knochen (Calcium), Leber (Eisen), Seealgen (Jod), Eierschalenmehl, Bierhefe.
    Natürlich ergänzt: Das Eierschalenmehl für Hunde versorgt deinen Hund zuverlässig mit natürlichem Calcium.
  6. Vitamine
    Steuern zahlreiche Stoffwechselprozesse. Besonders wichtig: Vitamin A, D, E, B-Vitamine.
    BARF-Quellen: Leber (Vitamin A), Eigelb, Pflanzenöle (Vitamin E), Gemüse, Bierhefe.
    Nährstoffreich: Die Rinderleber für Hunde liefert wichtige Vitamine, Eisen und natürliche Vitalstoffe. Frisch, zart und BARF-gerecht.

Bedarfsdeckung und Ausgewogenheit – So bleibt BARF gesund

Eine ausgewogene BARF-Ration besteht bei einem gesunden, erwachsenen Hund idealerweise aus:

  • ca. 70–80 % tierischer Anteil, aufgeteilt in:
    • 50 % Muskelfleisch
    • 15 % Innereien (Leber, Niere, Milz, Lunge, Herz)
    • 15 % rohe, fleischige Knochen
  • ca. 20–30 % pflanzlicher Anteil, aufgeteilt in:
    • 75 % Gemüse
    • 25 % Obst

Wichtig: Jede Ration muss zusätzlich ergänzt werden – z.B. durch:

  • Calciumquelle (z. B. Knochen oder Eierschalen)
  • Jodquelle (z. B. Seealgenmehl)
  • Omega-3-Quelle (z. B. Lachsöl)
  • ggf. weitere Zusätze (z. B. bei Mangelerscheinungen oder Krankheiten)

Tipp: Zur ersten Berechnung empfiehlt sich der BARF Rechner von Zoobedarf Hitzegrad.

Futterergänzungen und Zusätze beim BARFen – Für eine rundum ausgewogene Hundeernährung

BARF liefert viele Nährstoffe in natürlicher Form, doch nicht alles, was der Hund benötigt, ist automatisch in Fleisch, Innereien und Gemüse enthalten. Einige Ergänzungen sind unverzichtbar, um eine vollständige Nährstoffversorgung sicherzustellen und Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Notwendige Ergänzungen in der BARF-Fütterung

Diese Zusätze gehören in jeden gut geplanten BARF-Futterplan:

  • Calciumquelle
    Wird keine ausreichende Menge an Knochen gefüttert (z. B. bei Senioren, kleinen Rassen oder bei Unsicherheit), muss Calcium ersetzt werden.
    Alternativen: Eierschalenmehl, Knochenmehl, Algenkalk
    Dosierung: 1 g Eierschalenmehl pro 100 g Fleisch
  • Jodquelle
    Fleisch enthält kaum Jod – essenziell für die Schilddrüsenfunktion.
    Empfehlung: Seealgenmehl (z. B. Ascophyllum nodosum)
    Wichtig: Genau dosieren (Überversorgung kann schädlich sein)
    Tipp: Seealgen nach Körpergewicht dosieren – z. B. 0,1–0,2 g täglich für 20 kg Hund
  • Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA)
    Unterstützen Haut, Fell, Gelenke und das Immunsystem – besonders wichtig bei entzündlichen Prozessen.
    Quellen: Lachsöl, Leinöl, Hanföl
    Dosierung: ca. 1 TL pro 10 kg Körpergewicht täglich
  • Vitamin D
    Nur in geringen Mengen im Fleisch enthalten – besonders in der dunklen Jahreszeit ein kritischer Faktor.
    Quellen: Leber- und Lachsöl
  • Zink, Mangan, Kupfer & Co.
    Mikronährstoffe, die oft nicht zuverlässig über die Standardzutaten gedeckt werden.
    Lösungen: Spezielle BARF-Mineralmischungen oder Einzelergänzungen je nach Blutwert, z.B. Simply Barf

Weitere gängige Nahrungsergänzungsmittel beim BARFen

Zusätzlich zu den essenziellen Ergänzungen nutzen viele Halter natürliche Zusätze, um die Gesundheit zu unterstützen:

Ergänzung Wirkung
Hagebuttenpulver Vitamin C, antioxidativ, immunstärkend
Grünlippmuschel Unterstützung von Gelenken & Knorpel
Bierhefe B-Vitamine, Haut & Fell, Appetitförderung
Flohsamenschalen Unterstützung der Verdauung
Spirulina/Chlorella Mineralstoffe, entgiftend, blutbildend
Kurkuma & Ingwer Entzündungshemmend, antioxidativ

Tipp: Ergänzungen sollten immer individuell abgestimmt werden – abhängig vom Futterplan, Gesundheitszustand und ggf. Laborwerten. Pauschales „draufstreuen“ ist nicht zielführend.