Unsere Top 5 Fragen & Antworten aus der Futterberatung

Heute erlauben wir Ihnen einen Blick hinter die Kulissen von Zoobedarf-Hitzegrad. Erfahren Sie, welche Fragen bei uns in der telefonischen Barf Futterberatung immer wieder auftauchen und lesen Sie unsere Antworten zu den Top 5-FAQs zum Thema „Wie barfe ich eigentlich richtig?“.

Futterberatung bei Zoobedarf Hitzegrad

Konstanze HitzegradSie erreichen unsere telefonische Futterberatung unter der 02151-15407-0. Am Telefon kann Sie Frau Konstanze Hitzegrad zu allen Fragen rund um das Thema Barfen beraten und mit Ihnen zusammen eine Barf-Ration für Ihren Hund oder Ihre Katze erstellen.

#1: Wie kann ich den Kalzium-Bedarf bei Hund & Katze natürlich abdecken?

Rohe Knochen Kalb

Fleischige, rohe Knochen liefern Ihrem Haustier Hund genügend Kalzium.

Übrigens ist die Magensäure bei unseren Hausraubtieren aggressiver als bei Menschen und kann aus diesem Grund Knochen komplett zersetzen. Sollte Ihr Hund oder Ihre Katze mit sogenanntem Knochenkot reagieren, verringern Sie zunächst die Knochenmenge.

Wenn auch das nicht hilft, können Sie als Alternative Fleischknochenmehl oder geriebene Eierschalen auf den Speiseplan setzen – achten Sie aber bitte auch hier auf eine angemessene Menge, weil sonst wieder Knochenkot entstehen kann, der nicht ungefährlich für Ihr Tier ist. Als fortgeschrittener Barfer können Sie zur optimalen Kalziumversorgung auch ein ganzes Futtertier verfüttern.

Übrigens versorgen die rohen Knochen Ihr Tier nicht nur mit genügend Kalzium, sondern dienen gleich noch als natürliche Zahnbürste und beugen so Zahnstein vor!

Hund mit Verstopfung

Ist der Knochenanteil zu hoch, kann Ihr Hund mit Verstopfung oder Knochenkot reagieren. Sollte dies der Fall sein, reduzieren Sie die Knochenmenge.

#2: Wie werden Vitamine zugeführt?

Eine der häufigsten Fragen, die Konstanze Hitzegrad beantworten muss, gilt der Vitaminversorgung. Eine Übersicht über die essentiellen Vitamine für die Katze haben wir in unserem Katzenbarf-Artikel für Sie veröffentlicht.

Generell ist zu erwähnen, dass bei einer abwechslungsreichen Ernährung die Vitaminversorgung kein Problem darstellt. Leber zum Beispiel enthält sehr viel Vitamin A und D. Trotzdem sollten Sie aber nicht jeden Tag große Mengen davon verfüttern, da sonst eine sogenannte „Vitamin A-Vergiftung“ die Folge sein kann, weil dieses vom Körper nicht ausgeschieden werden kann.

Pansen vom Lamm

Pansen liefert Hunden viele wertvolle Vitamine, vor allem aus der Vitamin B Gruppe.

Pansen und Bierhefe enthalten dagegen besonders viele B-Vitamine, Vitamin E finden Sie dagegen in Ölen. Wenn Sie dem Speiseplan zusätzlich noch frisches Obst und Gemüse hinzufügen, haben Sie alle wichtigen Vitamine im Hunde- bzw. Katzennapf. Achten Sie aber darauf, dass Sie jede Mahlzeit auch durch ein wenig hochwertiges Öl ergänzen und das Obst und Gemüse pürieren oder walzen, denn nur dann können die fettlöslichen Vitamine auch aus dem Darm aufgenommen werden.

#3: Reicht es, wenn ich reines Muskelfleisch füttere?

So mancher Hunde- und Katzenbesitzer, der bei uns in der Futterberatung anruft, fragt sich, ob er nicht nur reines Muskelfleisch füttern kann. Auch wenn sich manche Besitzer davor ekeln: Auch Innereien gehören auf einen ausgewogenen Barf-Speiseplan.

Katze Hund Obst Fleisch

Neben Muskelfleisch gehören zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung auch Knochen, Obst, Gemüse und Innereien.

Reines Muskelfleisch enthält nicht genügend Nähr- und Mineralstoffe, weswegen bei einer reinen Muskelfleisch-Diät die Gefahr einer zu einseitigen Ernährung besteht. Neben Fleisch und Innereien gehören zur artgerechten Ernährung aber auch Knochen, Gemüse, Obst und Bindegewebe.

Selbstverständlich können Sie der Barf-Ration Ihres Tieres auch entsprechende Supplemente zugeben. Allerdings sind wir der Meinung, dass natürliche Nährstofflieferanten immer besser als synthetische Zusatzstoffe sind. So hilft zum Beispiel auch eine Papaya beim Verdauen, weil sie ähnliche Enzyme freisetzt, die im Magen-Darm-Trakt unserer Haustiere aktiv sind.

Taube als Futtertier zum Barfen

Beim Verfüttern eines ganzen Futtertiers erhält Ihr Haustier sowohl alle nötigen Nährstoffe als auch die Mineralien und Spurenelemente im richtigen Verhältnis. Bei uns bekommen Sie Tauben, Wachteln und Kaninchen als ganze Tiere.

#4: Wie funktioniert die Zahnreinigung, wenn ich keine Kroketten mehr füttere?

Unter vielen Hundebesitzern herrscht immer noch der Irrglaube, dass Trockenfutter die Zähne reinigt. Allerdings schlingen die meisten Hunde die Kroketten im Ganzen herunter, statt sie zu kauen; eine Zahnreinigung kann also gar nicht stattfinden. Außerdem enthalten viele Fertigfuttermittel eine große Menge an Zucker, was schlechte Zähne sogar noch fördert.

Um für eine optimale Zahnhygiene zu sorgen, können Sie, statt Trockenfutter, zwei bis dreimal die Woche rohe Knochen füttern. Beim Benagen von Knochen reinigen sich die Zähne Ihres Hundes von selbst. Sollte Ihr Hund bereits unter Zahnstein leiden, können Sie mit unserem „Zahnstein-Frei“  diesen wieder loszuwerden. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass bei konsequenter Fütterung in neun von zehn Fällen dem Hund eine Zahnsteinentfernung in Narkose beim Tierarzt erspart werden kann. Sollte das „Zahnstein-Frei“ nichts bringen, werden Sie um eine Zahnsanierung beim Tierarzt aber nicht herum kommen.

Hund mit Knochen

Beim Benagen roher Knochen reinigen Hunde und Katzen ihre Zähne auf natürliche Weise.

Im Anschluss daran sollten Sie auf eine penible Zahngesundheit achten. Dazu gehört die Zahnreinigung mit Knochen und in einigen Härtefällen auch das Zähneputzen.

Lesen Sie hier mehr darüber, wie Zahnstein entsteht, um besser zu verstehen wie Sie Ihren Hund und Ihre Katze davor schützen können.

Wie gewöhne ich meinen Hund an das Zähneputzen?

Als erstes besorgen Sie sich eine Baby- oder Fingerzahnbürste und lassen Ihren Hund einfach daran schnuppern. Um sie attraktiver zu machen, können Sie die Borsten auch mit ein wenig Leberwurst einschmieren. Versuchen Sie bei den ersten Putzversuchen noch gar nicht, über die Zähne zu schrubben, sondern belohnen Sie Ihren Hund einfach nur dafür, dass er die Bürste im Maul toleriert. Wenn das gut funktioniert, können Sie damit beginnen über die Zähne zu wischen. Als nächsten Schritt können Sie die Hundezahnpasta auftragen und damit die Beißer reinigen.

Mann reinigt Hund die Zähne

Mit einer Fingerzahnbürste lassen sich die Zähne Ihres Hundes sehr gut reinigen.

#5: Was hat es mit haarigen Futtertieren auf sich?

Der Wolf verschlingt in der Natur ganze Futtertiere – mitsamt den Knochen, den Organen, dem Mageninhalt und eben dem Fell. Übrig bleiben meist nur größere Knochen, Hufe und die Gallenblase.

Das Fell sorgt ganz automatisch für eine Darmreinigung: Die Haare werden nicht verdaut, sondern „putzen“ die Darmzotten, während sie durch den Verdauungstrakt wandern. Deswegen empfehlen wir die regelmäßige Fütterung von ganzen Futtertieren oder Produkten mit Fell. Statt regelmäßigen Wurmkuren, können Sie dann vor der Entwurmung eine Sammelkotprobe bei Ihrem Tierarzt abgeben und diese auf Parasiten untersuchen lassen. Oftmals können Sie sich den Kauf der Entwurmungsmittel dann sparen.

Hirschaut mit Fell Barfen

Als Knabberspaß können Sie auch Produkte mit Fell anbieten, hier zu sehen ist unsere Hirschhaut mit Fell. Die Haare werden als Ballaststoffe nicht verdaut und können so die Darmzotten reinigen.

Wurde Ihre Frage zum Thema Barf noch nicht beantwortet? Dann freuen wir uns auf Ihren Anruf unter der 02151-15407-0.

Vielleicht ist Barf auch etwas Neues für Sie: In diesem Fall empfehlen wir Ihnen unsere Tipps zur Futterumstellung auf Barf oder 6 gute Gründe für Barf.

Oder interessieren Sie sich dafür, wie sich eine Hunde-Ration genau zusammensetzt? Alles darüber erfahren Sie im Beitrag Eine Barf Ration für den Hund.

Mehr zum Thema Katzenbarf finden Sie im Artikel: Die Katze richtig barfen.

Bilder 1,2,4,6,9 © Zoobedarf-Hitzegrad; Bild 3: © iStock.com / Carosch; Bild 5: © istock.com / WebSubstance; Bild 7: © istock.com / tirc83; Bild 8: © iStock.com / JimVallee

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