Obst, Gemüse und Eier – der weitere Futterplan beim Barfen für den Hund

In der Rubrik „Barf Futterplan für Hunde“ beschäftigten wir uns überwiegend mit dem Fleisch und den Knochen, die beim Barfen unerlässlich sind. Wir wir eingangs jedoch erwähnten, besteht die Rohfütterung beim Hund aus einem Zusammenspiel von Fleisch, Gemüse und Obst. In dieser Kategorie klären wir Sie auf, welches Gemüse und Obst Sie Ihrem Hund beim Barfen füttern können und wie Sie den Speiseplan für Hunde komplettieren.

Obst und Gemüse beim Barfen

Foto: Uschi Dreiucker / pixelio.de

Foto: Uschi Dreiucker / pixelio.de

Nicht jedes Obst oder Gemüse eignet sich für das Barfen beim Hund. Zudem sollten Sie für Hunde pflanzliche Bestandteile stets pürieren, da das Verdauungssystem beim Hund nicht auf die Aufspaltung von Pflanzen ausgelegt ist. Beim Füttern von Obst empfiehlt sich, überreife Früchte zu wählen. Sie sind für Hunde leichter verdaulich und für Sie besser zu verarbeiten. Kerne dürfen Hunde hingegen auf keinen Fall bekommen. Die in Fruchtkernen enthaltene Blausäure ist giftig.

Tipp
Um die Verdaulichkeit von Obst und Gemüse beim Barfen zu steigern, sollten Sie es mit Öl anreichern. Das Öl unterstützt Ihren Hund, die Vitamine aufzunehmen.

Besonders geeignetes Gemüse beim Barfen:

  • Karotten
  • Spinat
  • Lauch Kartoffeln
  • Kürbis
  • Fenchel
  • Sellerie
  • Mangold
  • Radieschen
  • Rettich
  • Rote Beete
  • Chinakohl

Geeignetes Obst beim Barfen:

  • Äpfel
  • Birne
  • Banane
  • Mango

In speziell auf das Barfen ausgerichteten Futtershops für Hunde erhalten Sie mitunter bereits fertig pürierte Obst- und Gemüsemixe, die Sie unbesorgt füttern können. Haben Sie einmal keinen Mixer oder eine Mischung zur Hand, können Sie notfalls auf Möhren- und Kartoffelbrei aus der Kinderernährung zurückgreifen und Ihre Hunde auf diese Weise mit Nährstoffen versorgen.

Berner Sennenhund Welpe beim spielen im Gras.

Berner Sennenhund Welpe beim spielen im Gras.

Welche Mengen an Gemüse füttere ich dem Hund?

Der größte Bestandteil beim Barfen für Hunde besteht aus Fleisch, Knochen und Innereien. Experten raten zu einem Mischungsverhältnis von 80:20, was bedeutet, dass Sie eine Mahlzeit für Ihren Hund nur zu 20 Prozent aus Gemüse und Obst herstellen. Um die Vitaminzufuhr beim Barfen von einem Hund zu sichern, sollten Sie möglichst auf das Grün der Pflanzen zurückgreifen. Gerade in Blattgrün wie Karottengrün sind die Vitamine hoch konzentriert. Aber auch Salatblätter gelten als hochwertiger Vitaminlieferant.

Eier beim Barfen

Ob Eier unbedingt beim Barf für den Hund enthalten sein sollen, ist weiterhin strittig. Sie können Ihrem Hund durchaus Eier füttern, allerdings beschränkt sich die Verträglichkeit rein auf das Eigelb. Der klare Teil des Eis beinhaltet Avidin, was Ihrem Hund die Aufnahme von Biotin verhindert. Eigelb hingegen besitzt einen hohen Anteil an Fettsäuren, Spurenelementen und Vitaminen, sodass es sich für das Barfen anbietet. Ungefähr zwei bis drei Eier pro Woche können Sie also ruhig in den Speiseplan integrieren. Einige Hundehalter mahlen zudem die Eierschalen, um die Kalziumversorgung bei ihrem Hund sicherzustellen.

Milchprodukte beim Barfen

Nicht weniger umstritten als Eier sind Milchprodukte. Hunde können den Milchzucker nur schwer verdauen, dennoch gibt es die Möglichkeit, hin und wieder Milchprodukte mit Gemüse auf den Speiseplan zu setzen. Gerade vergorene Produkte, beispielsweise Joghurt, Quark und Hüttenkäse kommen hierzu infrage. Die Produkte dienen sogar als Unterstützung, falls Ihr Hund Verdauungsprobleme und Durchfall hat. Durch das leicht verdauliche Eiweiß in den Milchprodukten decken Sie die Kalzium- und Eiweißversorgung ab.

Tipp
Vermischen Sie Eigelb mit ein wenig Hüttenkäse. Diese Mischung wird von Hunden gerne genommen. Besonders Durchfall können Sie bei Ihrem Hund so behandeln.

Öle und Barfen

Damit Ihr Hund vegetarische Bestandteile aus dem Gemüse verdauen kann, müssen Sie ihm Öl füttern. Die meisten in Gemüse vorkommenden Vitamine sind fettlöslich und werden über das Öl aufgespalten. Zudem besitzen Öle Fettsäuren, die für ihren Hund unverzichtbar sind. Beim Barfen wird gerade das Lachsöl gerne genutzt, da es ungemein reichhaltig an Omega-3-Fettsäuren ist.

Tipp
Achten Sie darauf, dass Sie kalt gepresstes Öl verwenden.

Barf für Hunde und Getreide

Getreide ist ebenfalls umstritten beim Barfen. Einige Getreidesorten können Sie Ihrem Hund durchaus geben, doch besteht hier, anders als bei Obst und Gemüse, kein Zwang. Getreide beinhaltet viele Kohlenhydrate und Ballaststoffe und führt dazu, dass Hunde gerne einmal zunehmen. Achten Sie nur darauf, dass der Getreideanteil niemals 50 Prozent einer Mahlzeit übersteigt. Zudem sollten Sie nur glutenfreies Getreide nutzen, um das Allergierisiko beim Hund zu verringern. Geeignet sind mitunter Reis und Hirse. Ebenfalls enthalten Kartoffeln und Nudeln Kohlenhydrate.

Tipp
Kochen Sie den Reis vor dem Füttern und mischen Sie das Fleisch und Gemüse unter ihn. So nimmt Ihr Hund den Reis besser an.