Durchfall beim Hund: Ursachen, Hausmittel & Schonkost

Jürgen Hitzegrad
Von Jürgen Hitzegrad, BARF-Experte
Zuletzt aktualisiert am 29.04.2026

Durchfall beim Hund gehört zu den häufigsten Beschwerden, mit denen Hundehalter konfrontiert werden. Er tritt meist dann auf, wenn Sie und Ihr Hund es am wenigsten gebrauchen können: mitten in der Nacht, kurz vor der Arbeit oder ausgerechnet im Urlaub.

Die gute Nachricht: In vielen Fällen können Sie Ihrem vierbeinigen Begleiter schnell helfen. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Ursachen hinter Magen-Darm-Problemen beim Hund stecken können, wann ein Tierarztbesuch nötig ist, was sofort gegen Durchfall hilft und wie Sie Ihren Hund langfristig darmgesund füttern.

1. Diarrhö vs. akuter vs. chronischer Durchfall beim Hund – Was ist was?

Medizinisch spricht man bei Durchfall vom Fachbegriff Diarrhö. Praktisch unterscheidet man zwei Formen: Akuter Durchfall tritt plötzlich auf. Er hat oft einen klar erkennbaren Auslöser wie einen Infekt oder einen unerwünschten Fund beim Gassigehen. Meist klingt er nach wenigen Tagen von selbst ab. Chronischer Durchfall hingegen kehrt immer wieder zurück oder bessert sich einfach nicht. Häufige Kotabsätze, wechselnde Konsistenz, Schleim- oder Blutbeimengungen sowie begleitendes Erbrechen sind Signale, die Sie tierärztlich abklären lassen sollten.

2. Magen-Darm-Probleme beim Hund: Daran kann’s liegen

Durchfall gehört zu den häufigsten Verdauungsproblemen beim Hund und hat viele mögliche Auslöser, die von harmlos bis behandlungsbedürftig reichen. Wer die Ursache kennt, kann gezielter helfen. Die häufigsten Ursachen für Durchfall beim Hund im Überblick:

  • Parasiten, allen voran Giardien: Diese mikroskopisch kleinen Dünndarmparasiten treffen besonders junge oder immungeschwächte Tiere, können aber alle Hunde erwischen. Anzeichen für Giardien sind übelriechender, schleimiger oder fettiger Stuhl, Blähungen und Gewichtsverlust trotz normalem Appetit. Ohne Behandlung wechseln sich Besserung und Rückfall häufig ab.
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (IBD): Hier greift das Immunsystem die Darmschleimhaut an. Die Folge sind Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen und schleichender Gewichtsverlust. Ein IBD-Schub kann Tage bis Wochen dauern und immer wieder zurückkehren.
  • Vergiftungen: Plötzlicher, heftiger Durchfall begleitet von Erbrechen, Zittern oder Apathie kann auf eine Vergiftung hinweisen. Wenn Ihr Hund diese Symptome zeigt, ist das ein Notfall: Suchen Sie sofort tierärztliche Hilfe. Abwarten kann lebensgefährlich sein!
  • Fremdkörper: Verschluckte Gegenstände reizen den Verdauungstrakt und können neben Durchfall auch zu gefährlichen Verstopfungen führen. Wenn Ihr Hund etwas gefressen hat, das nicht ins Futter gehört, und anschließend Verdauungsprobleme zeigt, gehört das tierärztlich abgeklärt.
  • Bauchspeicheldrüsenprobleme (Pankreatitis): Eine entzündete Bauchspeicheldrüse äußert sich häufig durch Durchfall in Kombination mit Erbrechen, Bauchschmerzen und Appetitlosigkeit. Dieser Zustand ist ernst zu nehmen und bedarf tierärztlicher Behandlung.
  • Infektionen und Medikamentennebenwirkungen: Bakterielle oder virale Infektionen können den Darm zeitweise aus dem Takt bringen, ebenso bestimmte Medikamente oder Wurmkuren. In der Regel ist der Durchfall hier meist nur vorübergehend.
  • Stress: Veränderungen im Alltag, ein Umzug, Besuch oder Konflikte mit anderen Haustieren können bei sensiblen Vierbeinern wässrigen Durchfall auslösen. Hält der Stressfaktor an, kann daraus ein wiederkehrendes Problem werden.
Golden Retriever schaut skeptisch auf Klopapierrolle.
Das wird sehr wahrscheinlich nicht helfen.

3. Ist das Futter schuld? Ernährungsbedingte Ursachen für Durchfall beim Hund

Wenn Ihr vierbeiniger Begleiter immer wieder Durchfall hat, liegt der Verdacht schnell nahe, dass das Hundefutter der Auslöser ist. Oft liegen Hundehalter damit gar nicht so falsch:

Speiseplan und Futterqualität

Hunde reagieren sehr sensibel auf Veränderungen in ihrem Speiseplan. Wird das Futter abrupt gewechselt, ohne den Darm schrittweise an die neue Zusammensetzung zu gewöhnen, kann das selbst bei eigentlich gut verträglichen Produkten zu Durchfall führen.

Auch die Qualität des Futters spielt eine größere Rolle, als viele denken. Produkte mit vielen Füllstoffen, schlechter Rohstoffqualität oder einem hohen Anteil an schwer verdaulichen Zutaten belasten den Darm und können zu wiederkehrenden Magen-Darm-Problemen beim Hund führen, selbst wenn Ihre Fellnase das Futter schon lange gerne verspeist.

Ähnliches gilt für verdorbenes oder falsch gelagertes Futter: Was äußerlich noch in Ordnung wirkt, kann bereits Keime enthalten, die den Verdauungstrakt aus dem Gleichgewicht bringen.

Futtermittelunverträglichkeit oder Futtermittelallergie?

Kämpft Ihr Hund immer wieder mit Magen-Darm-Problemen, ohne dass sich etwas am Futter geändert hat, kann eine Futtermittelunverträglichkeit dahinterstecken. Dabei reagiert der Körper auf bestimmte Inhaltsstoffe im Futter mit Verdauungsbeschwerden, ohne dass es sich um eine echte allergische Reaktion handeln muss. Häufige Auslöser für Unverträglichkeiten sind bestimmte tierische Eiweiße, Gluten, Milchprodukte oder künstliche Zusatzstoffe. Auch Leckerlis und Tischreste werden oft unterschätzt: Was für den Menschen harmlos ist, kann den Magen Ihres Hundes ganz schön durcheinanderwirbeln.

Eine echte Futtermittelallergie ist seltener, aber möglich. Die Symptome ähneln denen der Futtermittelunverträglichkeit. Hier reagiert das Immunsystem auf einen bestimmten Inhaltsstoff und löst neben Verdauungsproblemen häufig auch Hautreizungen oder Juckreiz aus. Um eine Allergie oder Unverträglichkeit festzustellen, empfiehlt sich eine Ausschlussdiät: Dabei füttern Sie für mehrere Wochen ausschließlich eine einzige, dem Hund unbekannte Proteinquelle, zum Beispiel Pferd, Kaninchen oder Wild. So finden Sie über die Zeit heraus, welcher Inhaltsstoff das Problem verursacht.

Tipp: Ein Futtermitteltagebuch hilft Ihnen dabei, die Ursachen für den Durchfall Ihres Lieblings zu entdecken. Notieren Sie, was Ihr Hund wann gefressen hat, wann der Durchfall auftritt und wie der Kot aussieht. Oft zeigen sich so Muster, die im Alltag leicht übersehen werden.

4. Wo genau liegt das Problem im Hundekörper?

Schauen Sie genau hin, wie oft Ihr Hund muss, wie viel dabei kommt und wie der Stuhl aussieht. So können Sie bereits wichtige Hinweise darauf gewinnen, wo im Verdauungstrakt das Problem sitzt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Dünndarm- und Dickdarmdurchfall. Beide haben ein recht unterschiedliches Erscheinungsbild.

Dünndarmdurchfall

Bei Dünndarmdurchfall setzt der Hund große Mengen wässrigen oder breiigen Kot ab, oft mehrmals täglich und häufig auch nachts. Das liegt daran, dass der Dünndarm normalerweise Nährstoffe und Flüssigkeit aufnimmt. Funktioniert das nicht mehr richtig, verliert der Körper schnell viel Wasser und wichtige Elektrolyte. Bei anhaltenden Beschwerden kann das gefährlich werden, besonders für Welpen, ältere oder bereits geschwächte Tiere.

Die Farbe des Stuhls gibt dabei zusätzliche Hinweise: Alle Ocker- und Brauntöne sind zunächst unverdächtig. Schwarzer oder blutig-wässriger Durchfall hingegen ist ein Alarmsignal und erfordert sofortige tierärztliche Hilfe. Hier kann eine Vergiftung oder ein blutendes Magengeschwür die Ursache sein.

Dickdarmdurchfall

Dickdarmdurchfall ist häufig ein Hinweis auf eine Futtermittelunverträglichkeit oder auf Stress. Dabei setzt der Hund eher kleine Portionen ab, oft schleimig oder mit feinen Blutschlieren. Bei dieser Durchfallart ist der erste Stuhlgang morgens oft noch normal geformt, wird im Laufe des Tages aber immer weicher und bekommt schließlich eine Schleimhülle.

Sonderfall: nächtlicher Durchfall beim Hund

Wenn Ihr Hund nachts plötzlich muss und es nicht mehr rechtzeitig nach draußen schafft, kann das einen der folgenden Gründe haben:

  • Das Abendfutter hat den Verdauungstrakt überlastet.
  • Bestimmte Inhaltsstoffe werden nicht gut vertragen.
  • Es liegt eine chronische Darmerkrankung vor.

Nächtlicher Durchfall ist fast immer ein Hinweis darauf, dass tagsüber etwas nicht stimmt. Wenn Sie dieses Muster bei Ihrem Vierbeiner beobachten, sollten Sie die Abendfütterung und Ihren Futterplan kritisch unter die Lupe nehmen. Hält der nächtliche Durchfall an: Ab zum Tierarzt und abklären lassen.

5. Wann wird Durchfall beim Hund gefährlich?

Durchfall ist nicht immer ein Notfall. Aber es gibt Situationen, in denen schnelles Handeln entscheidend ist.

Ein Hund beim Tierarzt während einer Ultraschalluntersuchung.
Ein Besuch beim Tierarzt kann schnell Sicherheit geben.

Sofort zum Tierarzt: Diese Symptome dulden keinen Aufschub

Bei den folgenden Anzeichen sollten Sie nicht abwarten und umgehend tierärztliche Hilfe suchen:

  • Blut im Stuhl: Hellrotes Blut im Kot deutet auf eine Reizung im Dickdarm hin. Schwarzer, teerartiger Stuhl ist ein Warnsignal für eine Blutung im Magen oder Dünndarm.
  • Durchfall kombiniert mit Erbrechen: Wenn Ihr Hund gleichzeitig erbricht und Durchfall hat, verliert der Körper extrem schnell Flüssigkeit und Elektrolyte. Das Risiko einer lebensbedrohlichen Dehydrierung steigt innerhalb weniger Stunden.
  • Fieber: Die normale Körpertemperatur beim Hund liegt zwischen 38 und 39 Grad Celsius. Hat ihr Hund Durchfall und eine erhöhte Körpertemperatur, deutet das auf eine Infektion oder Entzündung hin.
  • Starke Apathie oder Schwäche: Ihr Hund steht kaum noch auf, wirkt teilnahmslos oder verhält sich deutlich anders als sonst? Dann steckt mehr dahinter als ein harmloses Verdauungsproblem. Suchen Sie sofort tierärztliche Hilfe auf.
  • Verdacht auf Vergiftung: Hat Ihr Hund beim Gassigehen etwas Unbekanntes gefressen, eine Pflanze angeknabbert oder Zugang zu Reinigungsmitteln, Medikamenten oder anderen Giftstoffen gehabt? Dann zählt jede Minute. Warten Sie nicht auf weitere Symptome, sondern fahren Sie sofort in die Praxis.
  • Welpen, sehr kleine Rassen, geschwächte oder ältere Tiere: Diese Gruppe ist besonders gefährdet, weil ihr Körper deutlich weniger Flüssigkeitsreserven hat. Bei ihnen kann anhaltender Durchfall bereits nach wenigen Stunden zu einem gefährlichen Notfall werden. Im Zweifel lieber zu früh als zu spät zum Tierarzt.

Kein Notfall, aber abklären: Wann ein Tierarzttermin sinnvoll ist

Auch wenn nicht jede Magen-Darm-Problematik gleich in die Tierklinik führen muss, gibt es Symptome, die nicht auf die lange Bank geschoben werden sollten. Ein Termin in der Praxis ist ratsam, wenn:

  • der Durchfall immer wieder zurückkommt, auch wenn er sich zwischendurch bessert. Wiederkehrender Durchfall weist fast immer auf eine tiefer liegende Ursache hin, sei es eine Futtermittelunverträglichkeit, Parasiten oder eine chronische Darmerkrankung wie IBD. Je länger das unbehandelt bleibt, desto schwieriger wird die Genesung.
  • Ihr Hund schleichend abnimmt, ohne dass Sie die Futtermenge reduziert haben. Das passiert oft so langsam, dass es im Alltag kaum auffällt. Ein Blick auf alte Fotos oder eine Gewichtskontrolle beim Tierarzt können aufschlussreich sein.
  • der Stuhl dauerhaft weich ist oder ständig in der Konsistenz wechselt, ohne klaren Auslöser. Solche Muster verschwinden selten von selbst.
  • Ihr Liebling weniger vital wirkt, unregelmäßiger frisst oder einfach nicht mehr ganz der Alte ist. Hunde zeigen Verdauungsprobleme nicht immer nur im Stuhl.
  • nach Antibiotika oder Wurmkuren der Durchfall länger als ein paar Tage anhält. Der Darm braucht dann gezielte Unterstützung beim Wiederaufbau.

Tipp: Mit einem simplen Hautfaltencheck erkennen Sie schnell, ob Ihr Tier bereits dehydriert ist. Heben Sie dazu eine Hautfalte am Rücken Ihres Hundes kurz an und lassen Sie sie los. Springt sie sofort zurück, ist Ihr Hund ausreichend hydriert. Bleibt sie stehen oder zieht sich nur langsam zurück, ist das ein Zeichen für Flüssigkeitsmangel. Suchen Sie in diesem Fall umgehend tierärztliche Hilfe.

6. Beim Tierarzt: Was Sie mitbringen sollten & was dort passiert

Je besser vorbereitet Sie in die Praxis kommen, desto gezielter kann die Ursache von Durchfall bei Ihrem Hund eingegrenzt werden. Das sollten Sie dafür mitbringen:

  • Eine frische Kotprobe in einem sauberen und verschlossenen Behälter, idealerweise nicht älter als ein bis zwei Stunden
  • Aufzeichnungen zur Kotkonsistenz, Farbe und Häufigkeit der letzten Tage
  • Eine Übersicht über alles, was der Hund in den letzten Tagen gefressen hat, inklusive Leckerlis und Snacks
  • Informationen zu Medikamenten, die Ihr Hund aktuell bekommt oder kürzlich bekommen hat
  • Hinweise auf mögliche Stresssituationen oder Veränderungen im Alltag

Wichtig: Bei Verdacht auf einen Notfall nicht warten und erst Unterlagen zusammensammeln! Bei Vergiftungen, Fremdkörpern oder Blutungen können Minuten entscheidend sein.

So stellt der Tierarzt die Diagnose

Je nach Verdacht haben Tierärzte verschiedene Möglichkeiten, um der Durchfallursache auf die Spur zu kommen:

  • Kotuntersuchung: Der Kot wird auf Parasiten wie Giardien oder Würmer sowie auf Bakterien wie Campylobacter oder Clostridien untersucht. Das ist häufig der erste Schritt, besonders bei wiederkehrendem Durchfall.
  • Blutbild: Ein großes Blutbild gibt Aufschluss über Entzündungswerte, die Funktion von Leber, Niere und Bauchspeicheldrüse sowie über mögliche Mangelerscheinungen durch anhaltenden Nährstoffverlust.
  • Ultraschall: Mit einem Ultraschall des Bauchraums lassen sich Veränderungen an Darmwand, Lymphknoten oder anderen Organen sichtbar machen, die auf eine chronisch-entzündliche Erkrankung oder andere strukturelle Probleme hinweisen können.
  • Spezielle Tests: Bei Verdacht auf eine Bauchspeicheldrüsenerkrankung wird häufig ein TLI-Test (Trypsin-like Immunoreactivity) durchgeführt. Bei Verdacht auf IBD ist in manchen Fällen eine Darmspiegelung mit Gewebeprobe notwendig.

Behandlungsmöglichkeiten für Durchfall beim Hund

Die Therapie von Durchfall und Magen-Darm-Problemen beim Hund richtet sich nach der Ursache. Bei Parasiten kommen gezielte Entwurmungsmittel oder antiparasitäre Medikamente zum Einsatz. Bakterielle Infektionen werden je nach Erreger mit Antibiotika behandelt. Bei einer gestörten Darmflora, etwa nach einer Antibiotikabehandlung, empfehlen viele Tierärzte probiotische Präparate zum Wiederaufbau des Mikrobioms. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie IBD kann eine langfristige Therapie mit Kortikosteroiden oder immunsuppressiven Medikamenten notwendig sein, oft begleitet von einer angepassten Diät. Bei starker Dehydrierung gleicht der Tierarzt den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt über Infusionen aus.

7. Was stoppt Durchfall beim Hund sofort? Erste Hilfe & Hausmittel

Bei leichtem Durchfall können Sie als Hundehalter selbst einiges tun, um den Darm Ihres Vierbeiners zu unterstützen und die Beschwerden schnell zu lindern.

Flüssigkeit und Elektrolyte: Das Wichtigste zuerst

Bei Durchfall verliert der Körper schnell Wasser und wichtige Mineralstoffe. Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund jederzeit Zugang zu frischem Wasser hat. Verweigert er das Trinken oder zeigt er Anzeichen von Dehydrierung, können spezielle Elektrolytlösungen aus der Tierarztpraxis oder dem Fachhandel helfen.

Schonkost: Den Darm zur Ruhe bringen

Leicht verdauliche, fettarme Zutaten wie gekochter Reis mit magerem Hühnchen, gekochte Kartoffeln, Karotten oder pürierter Kürbis sind ideale Schonkost bei akutem Durchfall. Verteilen Sie die Mahlzeiten auf mehrere kleine Portionen über den Tag. Nach zwei bis drei Tagen können Sie das normale Futter schrittweise wieder einführen.

Bewährte Hausmittel gegen Durchfall beim Hund

Einige Hausmittel haben sich bei leichtem Durchfall als wirksam erwiesen und können den Darm auf natürliche Weise unterstützen:

  • Morosche Karottensuppe: Dieses altbewährte Hausmittel für Durchfall beim Hund wird aus lang gekochten Karotten hergestellt und enthält spezielle Zuckermoleküle, die Krankheitserreger im Darm binden und deren Anheftung an die Darmwand verhindern. Mischen Sie die Suppe einfach unter die Schonkost oder bieten Sie sie pur an.
  • Flohsamenschalen: Diese quellfähigen Pflanzenfasern binden überschüssige Flüssigkeit im Darm und helfen, den Stuhl wieder zu festigen. Mischen Sie sie in kleinen Mengen und mit ausreichend Wasser unter das Futter.
  • Heilerde: Heilerde bindet Giftstoffe, Bakterien und Gase im Darm und kann so bei leichten Beschwerden unterstützend wirken. In Wasser eingerührt, können Sie die Heilerde einfach unter das Futter mischen.
  • Kürbis: Wie schon Karotten ist auch gekochter oder pürierter Kürbis ein mildes, gut verträgliches Hausmittel, das den Stuhl durch seinen natürlichen Ballaststoffgehalt festigt und den Darm beruhigt.
  • Probiotika: Probiotische Präparate für Hunde können auch akut beim ersten Auftreten von Durchfall sinnvoll sein. Sie unterstützen die Darmflora dabei, schneller ins Gleichgewicht zu kommen, und können die Dauer der Beschwerden verkürzen.
  • Kohletabletten: Aktivkohle ist vor allem bei Verdacht auf eine leichte Vergiftung oder bei starker Gasbildung ein sinnvoller Ersthelfer. Sie bindet Schadstoffe im Darm, bevor sie in den Blutkreislauf gelangen. Wichtig: Kohletabletten eignen sich nur für leichte Fälle und ersetzen bei Vergiftungsverdacht keinen Tierarztbesuch!
Eine Karottensuppe in einer Schüssel neben ganzen Karotten.
Eine Morosche Karottensuppe kann Krankheitserreger im Darm binden.

8. Durchfall beim Hund vorbeugen: Ernährung langfristig anpassen und Darmflora aufbauen

Wenn der akute Durchfall überstanden ist, stellt sich die entscheidende Folgefrage: Wie füttere ich meinen Hund langfristig so, dass sich das nicht wiederholt?

Darmflora nach Durchfall wieder aufbauen

Nach einem Durchfall ist das Mikrobiom häufig aus dem Gleichgewicht geraten, besonders nach Antibiotika oder anderen Medikamenten. Probiotika mit magenresistenten Bakterienstämmen helfen dabei, die Darmflora gezielt wieder aufzubauen. Auch fermentierte Lebensmittel wie Pansen können die Darmflora auf natürliche Weise unterstützen.

Langfristig darmfreundlich füttern

Eine darmfreundliche Hundeernährung muss nicht kompliziert sein. Aber sie sollte einige Grundprinzipien berücksichtigen:

  • Achten Sie auf hochwertiges Futter mit einer klaren, nachvollziehbaren Zutatenliste und ohne unnötige Füllstoffe, künstliche Zusätze oder schwer verdauliche Getreidesorten. In unserem BARF-Shop von Hitzegrad erfüllen alle Produkte diese Anforderungen.
  • Schleichen Sie Änderungen im Speiseplan über mindestens eine Woche ein, um dem Darm Ihres Lieblings Zeit zur Anpassung zu geben.
  • Ein fester Rhythmus bei den Mahlzeiten hilft dem Verdauungstrakt, sich auf die Nahrungsaufnahme einzustellen, und stabilisiert die Darmtätigkeit.
  • Teilen Sie die tägliche Futterration auf zwei bis drei Portionen auf. Das entlastet Magen und Darm und beugt Überlastung vor.
  • Für Hunde mit sensibler Verdauung oder nachgewiesener Unverträglichkeit kann eine getreidefreie Ernährung sinnvoll sein.
  • Setzen Sie bei empfindlichen Hunden auf naturbelassene, leicht verdauliche Snacks mit wenigen Zutaten.

Wer die Kontrolle über den Napf behalten möchte, kommt an BARF kaum vorbei

Wer all diese Punkte konsequent umsetzen möchte, stößt mit herkömmlichem Fertigfutter schnell an Grenzen. Denn selbst hochwertiges Nass- oder Trockenfutter enthält oft Zutaten oder Konservierungsmittel, die empfindlichen Hundebäuchen Probleme bereiten können. BARF bei Magen-Darm-Problemen beim Hund bietet hier einen entscheidenden Vorteil: Sie haben die volle Kontrolle darüber, was im Napf landet.

BARF steht für „biologisch artgerechtes rohes Futter”und setzt auf frische, naturbelassene Zutaten ohne Füllstoffe, Zusatzstoffe oder unnötige Verarbeitung. Gerade für Hunde mit chronisch empfindlichem Verdauungstrakt oder wiederkehrendem Durchfall ist das ein echter Vorteil: Vom Fleischanteil über die Proteinquelle bis hin zu den pflanzlichen Komponenten können Sie die Ration individuell auf die Bedürfnisse und Verträglichkeiten Ihres Tieres abstimmen.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass eine Futtermittelunverträglichkeit hinter den Problemen steckt, profitieren Sie beim BARFen besonders: Da Sie jede Zutat einzeln und bewusst auswählen, können Sie eine Ausschlussdiät deutlich einfacher und konsequenter umsetzen als mit Fertigfutter.

9. Durchfall beim Hund: Ruhe bewahren, Ursache kennen, gezielt helfen

Leichte Beschwerden klingen bei Ihrem Hund mit Schonkost, bewährten Hausmitteln und ausreichend Flüssigkeit oft schnell wieder ab. Kehrt der Durchfall regelmäßig zurück oder kommen weitere Symptome hinzu, sollten Sie die Ursache tierärztlich abklären lassen. Wenn Sie langfristig etwas für einen gesunden Darm Ihres Vierbeiners tun möchten, lohnt sich ein genauer Blick auf den Speiseplan. Eine hochwertige, auf Ihren Hund abgestimmte Ernährung macht den größten Unterschied. Für Hunde mit empfindlichem Verdauungstrakt oder gesundheitlichen Problemen ist BARF dabei oft die konsequenteste Lösung: naturbelassen, individuell anpassbar und bei Hitzegrad immer ohne unnötige Zusätze.